Die Frauen waren während eines gezielten Angriffs in der Nacht zum ersten Januar in der Stadt Fizi und Umgebung vergewaltigt worden. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen haben die Frauen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Krankenhaus von Fizi behandelt. Zudem wurden zwei schwer verwundete Menschen- einer von ihnen wurde mit einem Stein verletzt, der andere erlitt eine Schusswunde - in das Baraka Krankenhaus überwiesen.
"Die Frauen waren mit Seilen gefesselt oder mit Gewehrkolben bewusstlos geschlagen worden, bevor sie angegriffen wurden, teilweise in Anwesenheit ihrer Kinder", sagte Annemarie Loof, Landeskoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen in der Provinz Süd-Kivu. "Bis zu vier Männer waren jeweils daran beteiligt. Außerdem wurden Geschäfte und Unterkünfte geplündert.
Ärzte ohne Grenzen bietet den vergewaltigten Frauen und Mädchen eine spezielle Behandlung an, die sie unter anderem vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Viele Frauen haben Angst davor, sich behandeln zu lassen, da sie fürchten, von ihren Familien stigmatisiert zu werden oder dadurch weitere Bedrohungen von bewaffneten Gruppen riskieren.
Allein im Jahr 2009 hat Ärzte ohne Grenzen mehr als 5.600 Vergewaltigungsopfer mit medizinischer und psychologischer Hilfe in Nord- und Süd-Kivu versorgt.
| Kongo Dem.Rep. | |
|---|---|
| Fläche: | 2 344 885 km² |
| Einwohner: | 64,205 Mio. Einw. |
| Ärzte pro 1000 Einwohner: | Ärzte: 0,1/1000 Einw. |
| Säuglings- sterblichkeit: | 129/1000 Geb. |
| Lebenserwartung (Männer): | 43 J. |
| Lebenserwartung (Frauen): | 45 J. |