Bahrain

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen

Obwohl sich die Behörden bemühten, die Reformen umzusetzen, die die unabhängige Untersuchungskommission Bahrains nach den Gewaltausbrüchen 2011 empfohlen hatte, suchen viele Menschen noch immer keine medizinische Hilfe in öffentlichen Krankenhäusern auf.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug):

  • Das Gesundheitssystem Bahreins ist qualitativ exzellent, aber es kämpft noch immer damit, dass es 2011 in die politischen Unruhen verwickelt wurde. Ärzte ohne Grenzen versuchte damals, Menschen beizustehen, die keinen Zugang zu medizinischer Hilfe hatten, doch der Gesundheitsposten musste im Juli 2011 geschlossen werden. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen blieb bis März 2012 im Land. Die Mitarbeiter wussten, dass Hunderte Menschen nicht die öffentlichen Krankenhäuser aufsuchten, um sich behandeln zu lassen. Da einigen Teammitgliedern im März die Einreisegenehmigung verwehrt wurde, mussten die Aktivitäten unterbrochen werden.
  • In der Hoffnung, bald wieder nach Bahrain zurückkehren zu können, arbeiteten die Mitarbeiter von Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, aus. Von dort unterbreiteten sie dem bahrainischen Gesundheitsministerium Projektvorschläge, u. a. die technische Unterstützung bei der Vorbereitung auf Nothilfeeinsätze, psychologische Hilfe oder die Begleitung von Patienten zu Gesundheitseinrichtungen. Mit Letzterem sollte sichergestellt werden, dass das Personal gemäß der universell anerkannten medizinischen Ethik handelt.
  • Im Mai organisierte Ärzte ohne Grenzen in Dubai einen psychologischen Workshop, der von medizinischen Fachkräften der bahrainischen Regierung und Opposition besucht wurde. Im Juni 2012 erhielten Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen erneut eine Einreiseerlaubnis, aber die Verhandlungen über neue Aktivitäten scheiterten. Die größten Sorgen von Ärzte ohne Grenzen betreffen die umfassende psychologische Versorgung sowie der Zugang der Bevölkerung zum Gesundheitssystem.

 

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 2011 in Bahrein.

 

01. Juni 2013



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