Äthiopien

Ärzte ohne Grenzen im Kampf gegen Durchfallerkrankungen

Gemeinsame Teams von Ärzte ohne Grenzen und dem äthiopischen Gesundheitsministerium behandeln seit dem 19. August 2009 in und um die Hauptstadt Addis Abeba akute Fälle von Durchfall.

Ärzte ohne Grenzen hat in Zusammenarbeit mit den äthiopischen Gesundheitsbehörden in acht Gesundheitseinrichtungen der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba Behandlungszentren eingerichtet.*

Die Mitarbeiter haben in der Zeit vom 19. bis zum 23. August mehr als 5.100 Patienten in Addis Ababa behandelt, fünf von ihnen sind gestorben. Die schnelle Mobilisierung durch die äthiopischen Gesundheitsbehörden und Ärzte ohne Grenzen hat den Tod weiterer Menschen verhindern können. In den vergangenen Tagen hat die Zahl der Neuaufnahmen in den Behandlungszentren abgenommen.

Die Ursache des akuten wässrigen Durchfalls liegt meist in verunreinigtem Trinkwasser. Wenn die erkrankten Patienten nicht behandelt werden, besteht die Gefahr, dass sie dehydrieren. Die schweren Fälle müssen stationär behandelt und intravenös therapiert werden. Diejenigen, die weniger schwer erkrankt sind, bekommen nur orales Rehydrationssalz.

Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit Anfang Juli auch in der nordöstlichen Region Afar, in der die Mitarbeiter ebenfalls auf einen Ausbruch von wässrigem Durchfall reagieren. Die Teams haben in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden in zwei Monaten 570 Patienten in zwei Behandlungszentren versorgt.

Das äthiopische Gesundheitsministerium hat berichtet, dass Patienten auch in anderen Regionen des Landes an wässrigem Durchfall leiden.

Ärzte ohne Grenzen hat zusätzliche internationale Mitarbeiter nach Äthiopien entsandt, um das bestehende Team vor Ort zu verstärken.

Trinkwasser
Sauberes Trinkwasser ist eine Voraussetzung zum Überleben und zur Vermeidung von Krankheiten. Mitarbeiter bohren Brunnen, organisieren Wassertransporte oder pumpen Flusswasser ab und entkeimen es, meist mit Chlor. Mindestens fünf Liter pro Tag braucht ein Mensch im Flüchtlingslager zum Überleben, Ziel sind jedoch mindestens 20 Liter zum Trinken, Waschen und Kochen.

 

2. September 2009

* Die Behandlungszentren befinden sich im Yekatit 12 Krankenhaus, im Ras Desta Krankenhaus, im Zewditu Krankenhaus, im Sint Petros Krankenhaus, im Akaki Gesundheitszentrum, im Kaliti Gesundheitszentrum, in Bole und Kotebe Jugendzentren.



Jetzt online spenden! Spendenkonto 97 0 97 - Bank für Sozialwirtschaft - BLZ 370 205 00 Servicetelefon für Spender - Mo-Fr. 8:00 - 18:00 Uhr - 030 - 700 130 130 Informationen zu 1-Cent-Überweisungen auf Ihr Konto Spendenquittung anfordern