Unsere Hilfe in Usbekistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2014 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Usbekistan darauf, weiterhin die Qualität und den Zugang zur Behandlung von Tuberkulose (TB) zu verbessern.

Unsere Hilfe in Usbekistan im Einzelnen (Auszug):

  • Usbekistan ist eines von vielen Ländern in Zentralasien mit einem hohen Aufkommen an resistenter Tuberkulose. Dabei handelt es sich um eine  TB-Form, die nicht auf die Standard-Medikamente der ersten Therapielinie reagiert. Noch immer ist der Zugang zu Diagnose und qualitativ guter Behandlung eingeschränkt. Die große Mehrheit der an resistenter TB Erkrankten haben bislang weder eine Diagnose noch eine Behandlung erhalten.
  • Ärzte ohne Grenzen konzentriert die Hilfe in Usbekistan daher auf die Behandlung von Tuberkulose. Denn die Organisation ist fest davon überzeugt, dass neue Ansätze in der Diagnostik und Behandlung die Therapietreue erhöhen und somit die Ausweitung der Krankheit eindämmen können. Zu diesen neuen Ansätzen gehören die ambulante Versorgung, schnelle Diagnosetests und umfassende Patienten-Unterstützungsprogramme, die Aufklärung, psychologische Beratung, Transporthilfe, Nahrungsmittelpakete und finanzielle Zuschüsse einschließen.
  •  In der Autonomen Republik Karakalpakstan betreute Ärzte ohne Grenzen 2014 gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium ein Tuberkulose-Programm. Im Rahmen dieser Hilfe in Usbekistan unterstützten die Teams die Patienten dabei, die starken Nebenwirkungen ihrer Medikamente zu ertragen und ihnen psychologische Hilfe anzubieten, um die Therapietreue zu erhöhen. 2014 wurden mehr als 2.000 Patienten neu in das herkömmliche TB-Programm und 607 Patienten in das Programm für resistente Tuberkulose aufgenommen. Außerdem nahm Ärzte ohne Grenzen weiterhin multiresistente TB-Patienten in das neunmonatige Behandlungsprogramm auf. Zuvor hatte die Therapie stets zwei Jahre gedauert. Die ersten Patienten, die diese verkürzte Behandlung im Jahr 2013 begonnen hatten, beendeten 2014 ihre Therapie. Ärzte ohne Grenzen wird sie für weitere zwölf Monate begleiten, um sicherzustellen, dass die Krankheit nicht erneut ausbricht.
  • Die Hilfe in Usbekistan umfasste auch ein HIV-Projekt in der Hauptstadt Taschkent, um der sich ausbreitenden HIV-Epidemie zu begegnen. Ärzte ohne Grenzen arbeitete im städtischen Aids-Zentrum, wo 2014 insgesamt 671 neue Patienten mit antiretroviralen Medikamenten behandelt wurden. Die Teams boten dort auch psychologische Hilfe an.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1997 Hilfe in Usbekistan an.

 

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