Unsere Hilfe in Usbekistan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2013 wurde ein Pilotprojekt gestartet, um die Behandlungsdauer für Menschen mit multiresistenter* Tuberkulose zu verkürzen.

Unsere Hilfe in Usbekistan im Einzelnen (Auszug):

  • Usbekistan gehört zu den vielen Ländern in Zentralasien mit einem hohen Aufkommen an resistenter Tuberkulose. Diese Form der Tuberkulose (TB) reagiert nicht auf mindestens ein Medikament der ersten Therapielinie. Der Zugang zu angemessener Diagnose und Behandlung ist noch immer eingeschränkt. Die große Mehrheit der Menschen mit resistenter Tuberkulose bleibt daher ohne Diagnose und ohne Behandlung.
  • In der Autonomen Republik Karakalpakstan betreut Ärzte ohne Grenzen seit 1997 ein TB-Programm in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium. Im Jahr 2013 wurden 1.212 Patienten in das TB-Behandlungsprogramm der ersten Therapielinie sowie 677 Patienten mit resistenter TB aufgenommen. Viele Kranke wurden ambulant behandelt, wodurch zusätzlicher Stress durch eine stationäre Versorgung vermieden wurde und sie zuhause in der Nähe ihrer Familien und sozialen Netzwerke versorgt werden konnten. Insgesamt begannen zwei Drittel der an resistenter TB erkrankten Patienten eine ambulante Therapie.
  • Im Dezember 2013 wurden 16 Patienten mit multiresistenter TB in ein Pilotprojekt aufgenommen, das die oft mühsame Behandlungsdauer von bis zu zwei Jahren auf neun Monate verkürzt.
  • Das resistente TB-Projekt wurde 2014 auf die Bezirke Chimbay, Shumanay und Kanlikul ausgeweitet. Die Aktivitäten in den Bezirken Khodjeily und Takhiatash sowie in der Region Nukus wurden hingegen an die lokalen Gesundheitsbehörden übergeben.
  • In der usbekischen Hauptstadt Taschkent arbeitete ein Team von Ärzte ohne Grenzen weiterhin im Republikanischen Aids-Zentrum. Zudem starteten sie im September 2013 erste Aktivitäten im Städtischen Aids-Zentrum in Taschkent. Die Mitarbeiter boten auch psychosoziale Aktivitäten wie Beratung an, um die Menschen mit HIV zusätzlich zu unterstützen.

*Bei dieser TB-Form kommt es zu Resistenzen gegen mindestens Isoniazid und Rifampicin, die zwei wichtigsten Antibiotika gegen TB

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1997 in Usbekistan.

 

 

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