Uganda

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Nach mehreren Jahren steigt die HIV-Infektionsrate in Uganda wieder an. Das Land musste zudem eine große Anzahl von Flüchtlingen aus der Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan beherbergen.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Nach mehreren erfolgreichen Jahren im Kampf gegen HIV, in denen viele Menschen getestet und gegen das Virus behandelt wurden, steigt die Infektionsrate seit 2010 wieder an. In mehreren Gebieten des Landes sind Tests und Kondome kaum erhältlich. Gleichzeitig wird geschätzt, dass ein Drittel der Frauen und die Hälfte der Männer mit einer HIV-Infektion ihren Status nicht kennen. Fachmedizinische Hilfe, wie die Vorbeugung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind  sowie die kombinierte Behandlung von Tuberkulose (TB) und schwerer Mangelernährung, ist oft nicht verfügbar.
  • In der Region West-Nil liegt die Häufigkeit von HIV bei Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren bei ungefähr fünf  Prozent und hat sich damit seit 2005 fast verdoppelt. Ärzte ohne Grenzen arbeitete 2013 in der Region, um den Zugang zur Versorgung zu verbessern und die HIV-Sterberate zu senken.
  • Mehrere Jahre lang behandelten die Teams von Ärzte ohne Grenzen Menschen mit HIV und TB im regionalen Referenzkrankenhaus in Arua. Sie versorgten die Menschen im Bezirk sowie eine beträchtliche Anzahl von Patienten aus der benachbarten Demokratischen Republik Kongo. Zu den Aktivitäten gehörten die Vorbeugung der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind sowie die integrierte Versorgung von Menschen mit HIV und TB. Nach zwölfjähriger Präsenz in Arua begann Ärzte ohne Grenzen, die Aktivitäten an die lokalen Gesundheitsbehörden und ihren Partner SUSTAIN zu übergeben. Das Projekt soll im Juli 2014 beendet werden: Die lokalen Einrichtungen sind heute besser in der Lage, Menschen mit HIV und TB zu versorgen. Ärzte ohne Grenzen wird zudem die Hilfe im Land neu ausrichten.
  • Der Konflikt in der Provinz Nordkivu, Demokratische Republik Kongo, verursachte zwischen 40.000 und 50.000 Flüchtlingen, die zwischen Mai und Ende Juli 2013 im Westen Ugandas Zuflucht suchten. Rund 22.000 Menschen erreichten das Transit-Camp Bubukwanga, das nahe Bundibugyo liegt. Ursprünglich war dieses Lager für 12.500 Flüchtlinge ausgelegt. Es fehlte daher an Unterkünften, Latrinen und Trinkwasser für die Neuankömmlinge. Im Juli startete Ärzte ohne Grenzen mit der Gesundheitsversorgung. Die Patienten litten vor allem unter Atemwegsinfektionen, Malaria und Durchfall. Die Mitarbeiter bauten Latrinen und brachten Trinkwasser ins Camp. Einige Flüchtlinge wurden mittlerweile durch die ugandischen Behörden in das Lager Kyangwali übersiedelt, um den Druck auf die Ressourcen in Bundibugyo zu verringern. Von September bis Ende November leistete Ärzte ohne Grenzen medizinische Hilfe für 33.000 Menschen im Lager Kyangwali. Die Teams führten insgesamt 25.000 Konsultationen durch und nahmen 1.500 Patienten ins Krankenhaus auf.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1986 in Uganda.

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