Türkei

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Mehr als eine halbe Million syrischer Kriegsflüchtlinge lebte Ende 2013 in der Türkei.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Es bleibt besorgniserregend, dass viele überwiegend syrische Flüchtlinge in der Türkei unter schlechten Lebensbedingungen und mangelndem Zugang zu medizinischer Versorgung leiden. 2013 startete Ärzte ohne Grenzen zahlreiche humanitäre Aktivitäten, um den Bedürftigen zu helfen. Viele Syrer haben sich in der südlichen Provinz Kilis niedergelassen, nahe der syrisch-türkischen Grenze. Die türkische Nichtregierungsorganisation „Helsinki Citizens´ Assembly“ betreibt gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen in Kilis eine Klinik, die für diese gefährdete Bevölkerungsgruppe neben medizinischer Hilfe auch psychologische Unterstützung anbietet. Letztere soll den Flüchtlingen helfen, die neue Situation zu bewältigen und sich ihr anzupassen, unabhängig davon, ob sie innerhalb oder außerhalb der Lager leben. Unregistrierte Flüchtlinge sind für Ärzte ohne Grenzen eine Priorität, da sie außerhalb der Lager leben und oft keinen Zugang zu Hilfsangeboten haben.
  • Eine Erhebung zum Gesundheitsbedarf, die Ärzte ohne Grenzen unter Migranten durchführte, ergab, dass diese keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, finanziell schlecht gestellt sind und unter schlechten Bedingungen leben. Die Unterstützung durch humanitäre Organisationen ist der Erhebung zufolge unzureichend. Ärzte ohne Grenzen unterstützte ein psychosoziales Projekt von Helsinki Citizens´ Assembly, das gemischten Migranten-Gemeinschaften in Istanbul half. Türkische Psychologen, Gesundheitshelfer und Dolmetscher halfen bei Überweisungen in zehn Gemeinden. Das Projekt wurde zum Jahresende geschlossen, da Ärzte ohne Grenzen entschied, sich verstärkt um syrische Flüchtlinge in der Türkei zu kümmern.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1999 in der Türkei.

Teilen

Vervielfältigen