Unsere Hilfe im Sudan

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Sudan konzentriert sich Ärzte ohne Grenzen darauf, medizinische Hilfe in entlegenen Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung zu leisten. Zudem versorgen die Mitarbeiter Menschen, die unter gewaltsamen Konflikten, Epidemien und Naturkatastrophen leiden.

Unsere Hilfe im Sudan im Einzelnen (Auszug):

  • Ab Juli 2013 unterstützte Ärzte ohne Grenzen das Gesundheitszentrum im Vertriebenencamp El-Serif nahe der Stadt Nyala im Bundesstaat Süd-Darfur.
  • Im Bundesstaat Nord-Darfur setzten die Mitarbeiter die Arbeit in Tawila fort. Allerdings musste sich das Projekt aufgrund der unsicheren Lage auf die basismedizinische Versorgung innerhalb der Stadt und auf die Überweisung zur fachmedizinischen Behandlung in Krankenhäuser in El Fashir beschränken. In Dar Zaghawa lag der Fokus ebenso auf der basismedizinischen Versorgung. Die Teams unterstützten zwei Gesundheitszentren und zwei Gesundheitsposten. Zudem führten sie Hausbesuche für nachgeburtliche Konsultationen durch. Die Projekte in Kaguro, einschließlich der Impfkampagnen, wurden ohne Anwesenheit von internationalen Mitarbeitern geleitet, da sie keine Zugangserlaubnis erhielten. Ein Nothilfeeinsatz in El Sireaf begann 2013, nachdem gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Volksstämmen rund 65.000 Menschen vertrieben hatten. Zwei mobile Kliniken ermöglichten ambulante Konsultationen, Ernährungsunterstützung sowie medizinische Hilfe und reproduktive Gesundheitsversorgung. Zudem wurden Patienten an die von Ärzte ohne Grenzen betreute Klinik in El Sireaf überwiesen. Darüber hinaus starteten zwei mobile Kliniken in zwei Vertriebenenlagern in El Serif. Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden lancierte Ärzte ohne Grenzen im Jahr 2013 das Programm für „Nothilfe in Nord-Darfur“, um den Zugang zu medizinischer Nothilfe zu verbessern.
  • Im Februar 2013 begann Ärzte ohne Grenzen, in fünf Gesundheitszentren in Jebel Awlia, einem großen Elendsviertel am Rand der Hauptstadt Khartum, Tuberkulose (TB) zu diagnostizieren und zu behandeln. Die sehr engen Lebensverhältnisse erhöhen das Risiko der Bevölkerung, sich mit der Krankheit zu infizieren. Das Team trainierte das Personal des Gesundheitsministeriums und arbeitete mit Patientengruppen in den Gemeinden, um Beratungs- und Unterstützungssysteme aufzubauen, die es den Patienten erleichtern, die mühsame Behandlung durchzuhalten.
  •  Ab Juli 2013 unterstützt Ärzte ohne Grenzen die Aktivitäten der Behörden im Bereich reproduktive Gesundheitsversorgung. Oberstes Ziel ist es, die Mütter- und Säuglingssterblichkeit zu verringern und sicherzustellen, dass Frauen, die aufgrund einer Fistel – einer schweren Geburtsverletzung – chirurgische Hilfe benötigen, an entsprechende Stellen überwiesen werden.  Zudem bieten die Teams umfassende Geburtsnothilfe an. Die Frauen werden auch nach der Geburt weiterbetreut und erhalten sowohl nachgeburtliche Konsultationen als auch Unterstützung bei der Familienplanung. Die Mitarbeiter renovierten auch die Mütterabteilung im Krankenhaus in Quresha, statteten sie aus und sanierten den Operationssaal. Kinder, die geimpft werden mussten, wurden überwiesen.
  • Im Januar 2013 half Ärzte ohne Grenzen den sudanesischen Behörden bei der Bekämpfung einer Gelbfieber-Epidemie. Mehr als 750.000 Erwachsene und Kinder wurden in neun Monaten in vier Ortschaften im Bundesstaat Zentral-Darfur geimpft. In West- und Zentral-Darfur wurden 256 Patienten mit Verdacht auf Gelbfieber behandelt. Von März bis Mai führten Nothilfeteams eine Masern-Impfkampagne in fünf Ortschaften im Bundesstaat El-Gedaref durch. Insgesamt wurden 306.400 Menschen geimpft.
  • Heftige Regenfälle im August führten zu Überschwemmungen, die rund 150.000 Menschen in Mitleidenschaft zogen. Der Bundesstaat Khartum war besonders betroffen. Ärzte ohne Grenzen startete daher einen Nothilfeeinsatz: Die Teams stellten 228.600 Liter sauberes Trinkwasser zur Verfügung und führten mit mobilen Kliniken 654 Konsultationen in der Ortschaft Sharag Alniel durch. Die meisten Patienten litten unter Atemwegsinfektionen, Magenschleimhautentzündung oder Durchfall.
  • In Tabarak Allah, Bundesstaat El-Gedaref, setzten die Teams die Kala-Azar-Versorgung fort. Im Jahr 2013 wurden 468 Patienten behandelt. Das Basisgesundheitsprojekt in Shangil Tobaya wurde an die Behörden übergeben.  

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1979 im Sudan.

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