Unsere Hilfe in Sri Lanka

Unsere Aktivitäten im Rückblick:

Zurzeit ist Ärzte ohne Grenzen in Sri Lanka nicht aktiv. Einen Überblick unserer früheren Aktivitäten finden Sie hier.

  • Die nationalen Behörden bemühten sich, die Gesundheitseinrichtungen wiederherzustellen, die durch den Konflikt zerstört worden waren. Im September 2011 gab es Ärzte ohne Grenzen zufolge zwar noch immer einige Engpässe, aber die Kliniken deckten grundlegende Bedürfnisse ab. Das Team entschied daher, sich vorrangig auf fachmedizinische und psychologische Hilfe zu konzentrieren.
  • Seit dem Jahr 2009 boten Fachmediziner von Ärzte ohne Grenzen im Allgemeinen Krankenhaus in Vavuniya rekonstruktive orthopädische Chirurgie an. 2011 operierte das Team 150 komplizierte, kriegsbedingte Verletzungen. Das Programm wurde im Dezember geschlossen. Das Team übergab medizinische Geräte, Medikamente und chirurgisches Material an die Behörden.
  • Menschen mit Rückenmarksverletzungen wurden ins Rehabilitationsprogramm von Ärzte ohne Grenzen im Pampaimadhu-Krankenhaus in Vavuniya aufgenommen. Reha-Maßnahmen haben einen positiven Effekt auf die Lebensqualität und Lebenserwartung. Das Krankenhausteam behandelte die Patienten und bot ihnen Physiotherapie und psychologische Hilfe an. Physiotherapie verbessert die Bewegungsfähigkeit der Patienten und bereitet sie auf das Leben außerhalb des Krankenhauses vor. Das Team war den Patienten auch dabei behilflich, Fortbildungen oder einen Arbeitplatz nach der Entlassung zu finden. Als im Oktober 2011 insgesamt 90 Patienten ihre Therapie abgeschlossen hatten, beendete Ärzte ohne Grenzen das Programm und übergab die Räumlichkeiten und die Ausstattung an die Gesundheitsbehörden.
  • In den Krankenhäusern in Point Pedro, im hohen Norden des Landes, und in Mullaitivu, an der nordöstlichen Küste, unterstützte Ärzte ohne Grenzen das nationale Personal in der Rettungsstelle, Chirurgie, Gynäkologie und bei der Geburtshilfe. In der Chirurgie wurden 1.720 größere und 1.600 kleinere Eingriffe vorgenommen. Zudem gaben die Mitarbeiter etwa 6.900 Sprechstunden in der Rettungsstelle, führten 5.300 vorgeburtliche Untersuchungen durch und halfen fast 930 Geburten. In Point Pedro gab das Team zudem Fortbildungen in Laborhygiene, Sterilisation und Infektionskontrolle, bevor es sich zum Jahresende zurückzog. Das Team in Mullaitivu setzte die Aktivitäten indes fort. Die Mitarbeiter verbesserten den Zugang zur Gesundheitsversorgung, indem sie mit mobilen Kliniken fünf Orte des Bezirks aufsuchten. Im Verlauf des Jahres führten sie mehr als 11.500 Sprechstunden durch.
  • In Mullaitivu weitete Ärzte ohne Grenzen die psychologische Unterstützung im Jahr 2011 beträchtlich aus. Die meisten Patienten waren Frauen, die nach dem Krieg in Vertriebenenlagern gelebt hatten. Die Teams arbeiteten an acht Orten im Bezirk und führten fast 3.600 Einzel- und Gruppenberatungen durch. Ein Psychiater behandelte Patienten, die unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, Depression, Epilepsie oder Psychose litten. Die Mitarbeiter boten auch in Kilinochchi, im Norden des Landes, psychologische Hilfe an. Mehr als 433 Patienten nahmen an den Beratungen teil. Viele von ihnen hatten während des Krieges Familienmitglieder verloren.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1986 Hilfe in Sri Lanka an.

Teilen

Vervielfältigen