Sierra Leone

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten im Rahmen des Ebola-Ausbruchs im Land finden Sie hier.

Ärzte ohne Grenzen fokussiert verstärkt darauf, die medizinische Versorgung von Kindern und die Kapazitäten für die Diagnose von Lassa-Fieber zu verbessern.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Mehr als ein Jahrzehnt ist bereits seit dem Ende des Bürgerkriegs vergangen, doch Sierra Leone befindet sich weiterhin im Wiederaufbau. Landesweit gibt es Engpässe im Gesundheitssystem, und der Zugang zu qualitativer medizinischer Versorgung bleibt für die Bevölkerung eine große Herausforderung. Obwohl die Regierungsinitiative, die Schwangeren und Kindern eine kostenlose Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellt, an Fahrt aufnimmt, sterben noch immer viele Menschen an behandelbaren Krankheiten, wie Malaria, Masern, akute Atemwegsinfektionen und Lassa-Fieber. Letzteres ist ein virales hämorrhagisches Fieber, das im Land endemisch ist.
  • Im Bezirk Bo betreut Ärzte ohne Grenzen das Gondama-Referenzzentrum, das über 220 Betten verfügt. Es versorgt kinderärztliche Notfälle und bietet Geburtshilfe an. Im Jahr 2013 transportierten die Rettungswagen Patienten von neun Gemeinde-Gesundheitszentren ins Krankenhaus. Ein zusätzlicher Rettungswagen brachte Patienten mit Lassa-Fieber zur Behandlung ins Krankenhaus nach Kenema. Ärzte ohne Grenzen unterstützt zudem das Gondama-Gesundheitszentrum, eine nahe gelegene Klinik des Gesundheitsministeriums, mit Personal, Medikamenten und medizinischem Material.
  • Ärzte ohne Grenzen plant, ein Krankenhaus mit 160 Betten zu bauen, das näher an der Stadt Bo liegt, um einen besseren Zugang für Patienten, Personal und Material-Nachschub zu schaffen. Diese neue, geräumigere Einrichtung wird auch eine bessere Infektionskontrolle ermöglichen sowie eine eigene Isolierstation und ein modernes Labor beherbergen.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1986 in Sierra Leone.

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