Unsere Hilfe auf den Philippinen

Unsere Aktivitäten im Überblick:

2014 konzentrierte Ärzte ohne Grenzen die Hilfe auf den  Philippinen auf die Unterstützung der Menschen, die von dem verheerenden Wirbelsturm Haiyan betroffen waren, der im November 2013 auf die Küste der Philippinen traf.

Die Hilfe auf den  Philippinen im Einzelnen (Auszug):

  • Auf der Insel Leyte konnten lokale Akteure ihre medizinischen Kapazitäten so wiederherstellen, dass Ärzte ohne Grenzen das 25-Betten-Zeltkrankenhaus in Tanauan, Bezirk Palo, im März schließen konnte und das 60-Betten-Krankenhaus in Tacloban im April 2014. In diesen Einrichtungen hatten die Mitarbeiter mehr als 45.600 Konsultationen sowie 475 größere und 5.400 kleinere chirurgische Eingriffe durchgeführt.
  • Die Hilfe auf den Philippinen umfasste auch psychologische Beratungen. Sofort nach dem Wirbelsturm bot Ärzte ohne Grenzen Einzel- und Gruppensitzungen in Tacloban sowie in Schulen in Palo und Tanauan an. Die Mitarbeiter  halfen dabei, Kinder ausfindig zu machen, die unter den psychologischen Folgen des Wirbelsturms litten. Mehr als 7.400 Patienten nahmen diese Hilfe in Anspruch.
  • Eine Untersuchung von Ärzte ohne Grenzen ergab, dass es in Palo einen Bedarf an geburtshilflichen Aktivitäten gab. Ab Mai unterstützten die Teams die Mütterstation und das chirurgische Team im Provinzkrankenhaus in Leyte. Diese Hilfe auf den Philippinen konzentrierte sich darauf, Personal für die Chirurgie sowie für die Mütter-, Früh- und Neugeborenen-Stationen bereitzustellen. Zudem renovierten die Mitarbeiter die Stationen und garantierten die Lieferung von Medikamenten und medizinischem Material. Sie bauten auch zerstörte Teile des Krankenhauses wieder auf, errichteten neue Gebäude und spendeten Gerätschaften.
  • Ärzte ohne Grenzen renovierte zudem das Allgemeine Krankenhaus in Abuyog auf der Insel Leyte sowie zwei Einrichtungen in der Provinz Ost-Samar: das Albino Duran Memorial-Hospital in Balangiga sowie das städtische General-MacArthur-Hospital in General MacArthur. Alle Renovierungen werden voraussichtlich 2015 abgeschlossen sein.
  • In Guiuan, auf der Insel Samar, wo der Wirbelsturm das Felipe Abrigo Memorial Hospital wesentlich zerstört hatte, behandelte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe auf den Philippinen die Patienten zunächst in einem Zeltkrankenhaus. Im Juni 2014 wurde das permanente Krankenhaus fertiggestellt. Die Mitarbeiter führten rund 80 Konsultationen täglich durch. Zu den häufigsten Krankheiten gehörten Atemwegsinfektionen und Erkrankungen wie Dengue-Fieber. Der Umfang der medizinischen Hilfe und die Art der Krankheiten gingen allmählich auf das Niveau vor dem Wirbelsturm zurück. Ärzte ohne Grenzen ermöglichte noch den Umzug der Patienten in das neue Gebäude und übergab dann die Aktivitäten an die Provinzbehörden. Die Mitarbeiter stellten auch die  Krankenhausausrüstung sowie die Lieferung von Medikamenten und medizinischem Material für einen Zeitraum von sechs Monaten zur Verfügung. Ein kleines Team blieb noch bis Oktober 2014 vor Ort, um sicherzustellen, dass bis zur Übergabe alle Aktivitäten gut liefen. Das neue Krankenhaus widerstand dem Wirbelsturm Hagupit, der im Dezember 2014 auf die Philippinen traf. Das für den Bau dieses Krankenhauses benutzte Baumaterial ist innovativ, langlebig, wiederverwendbar und an das heiße, feuchte Klima auf den Philippinen angepasst.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals Hilfe auf den  Philippinen an.

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