Paraguay

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Ärzte ohne Grenzen hat seit 2014 keine Projekte mehr in Paraguay. Zuvor führten wir zuletzt folgende Aktivitäten durch:

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Für die potenziell tödliche Krankheit Chagas - eine parasitäre Infektion verursacht durch den Biss einer Raubwanze - gibt es vor allem in entlegenen ländlichen Gebieten, wie der Region Paraguayischer Chaco, nicht genügend medizinische Angebote. In Boquerón erarbeitete Ärzte ohne Grenzen gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden erstmals eine Strategie, um die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten näher an die isoliertesten Gemeinden heranzubringen. Die Aktivitäten wurden ins Regionale Krankenhaus in Boquerón sowie in zwei kleinere Krankenhäuser, 15 Gesundheitszentren und Gesundheitsposten integriert. Mobile Teams besuchten zudem 120 entlegene Dörfer, in denen es keine lokale medizinische Infrastruktur gab. Das Projekt wurde landesweit durch Bildungsaktivitäten auf Dorfebene ergänzt sowie durch Fortbildungen des medizinischen Personals (durch Workshops und akademische Treffen) und der Personen, die die insektenkundliche Überwachung übernahmen. Gemeinsam mit einer Gruppe von Lehrern entstand zudem ein Chagas-Leitfaden. 196 Menschen wurden fortgebildet, um diesen Leitfaden bei Gesundheitserziehungsmaßnahmen anzuwenden. Insgesamt testeten die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen im Verlauf des Projekts 15.330 Personen auf Chagas und behandelten 1.632 Patienten.
  • Ärzte ohne Grenzen setzt trotz Projektbeendigung die Unterstützung der paraguayischen Gesundheitsbehörden fort, indem ein nationales Diagnose- und Behandlungsprotokoll für Chagas mitentwickelt wird. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass die Chagas-Versorgung ins Basisgesundheitssystem integriert und durch Aufklärungsaktivitäten sowie insektenkundliche Überwachung und Kontrolle ergänzt wird.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 2010 in Paraguay.

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