Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Unsere Aktivitäten im Überblick:

2014 weitete Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in Papua-Neuguinea aus und startete im Juli ein Projekt zur Diagnose und Behandlung von Tuberkulose (TB) in der Provinz Gulf.

Die Hilfe in Papua-Neuguinea im Einzelnen (Auszug):

  • Ärzte ohne Grenzen unterstützte 2014 das Allgemeine Krankenhaus in Kerema, um die Erkennungsrate für Tuberkulose zu erhöhen. Das Krankenhaus, einschließlich des Labors, wurde renoviert und ein Konsultationsraum für verdächtige TB-Fälle eingerichtet. Mehr als 290 Personen wurden diagnostiziert und behandelt. Zudem organisierten die Teams Gesundheitserziehungs- und Beratungsaktivitäten. Sie boten auch den Bewohnern in entlegenen Gebieten Diagnose und Behandlung an. Einige dieser Gegenden waren nur mit dem Boot erreichbar. Ärzte ohne Grenzen kooperierte für diese Hilfe in Papua-Neuguinea erfolgreich mit dem US-amerikanischen Technologieunternehmen Matternet. Dabei ging es um unbemannte Flugfahrzeuge für den Transport von Sputum-Proben und Resultaten zwischen den entlegenen Gesundheitszentren und dem Krankenhaus in Kerema.
  • Häusliche und sexuelle Gewalt stellen weiterhin eine medizinisch-humanitäre Notsituation in Papua-Neuguinea dar - mit Folgen auf individueller, familiärer und nationaler Ebene. Ärzte ohne Grenzen arbeitete gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden daran, kostenlos qualitativ hochwertige, vertrauliche und integrierte medizinische Hilfe in Papua-Neuguinea für die Opfer von Gewalt anzubieten. Im regionalen Behandlungs- und Trainingsprojekt in Port Moresby nahmen rund 50.000 Menschen an Aufklärungsaktivitäten teil, die über die Versorgung von Opfern sexueller Gewalt informierten. Mehr als 900 Personen wurden ambulant behandelt, und es gab 265 Erstuntersuchungen für Vergewaltigungen. In der Provinz Southern Highlands führte das Team von Ärzte ohne Grenzen 1.190 größere chirurgische Eingriffe durch und leistete medizinische und psychosoziale Versorgung für Gewaltopfer. Im Juni übergab die Organisation das Mutter-Kind-Projekt in Buin an die Gesundheitsbehörden der Provinz.
  • Im April 2014 kam es auf den Solomon-Inseln zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Ungefähr 10.000 Menschen wurden in der Hauptstadt Honiara obdachlos. Brücken, Straßen und einige Gesundheitszentren wurden zerstört. Ärzte ohne Grenzen weitete die Hilfe in Papua-Neuguinea aus und setzte mobile Kliniken für die temporären Unterkünfte ein.  Die Mitarbeiter führten 1.443 medizinische Konsultationen durch. Sie boten auch psychologische Beratungen an, Training in psychologischer Erster Hilfe und überwachten den möglichen Ausbruch von Krankheiten. Ärzte ohne Grenzen setzte ein Aufklärungsprogramm über sexuelle Gewalt um, das vor den Überflutungen geplant worden war. Außerdem wurden die Angebote in den Provinzen Honiara und Guadalcanal verstärkt.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals  1992 Hilfe in Papua-Neuguinea an.

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