Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Häusliche und sexuelle Gewalt ist ein medizinisch-humanitärer Notfall in Papua-Neuguinea. Dies wirkt sich auf individueller, familiärer und nationaler Ebene aus.

Unsere Hilfe in Papua-Neuguinea im Einzelnen (Auszug):

  • Landesweit gibt es sehr viel sexuelle, häusliche, soziale und ethnische Gewalt. Trotzdem ist die Versorgung der Opfer unzureichend. An vielen Orten existiert sie gar nicht. Ein nachhaltiges Modell zur Prävention oder Behandlung muss noch erarbeitet werden. Die Überlebenden benötigen Zugang zu kostenloser, qualitativ hochwertiger, vertraulicher und integrierter Gesundheitsversorgung.
  • Im Juni übergab Ärzte ohne Grenzen das Projekt, in dem Menschen aufgrund von körperlicher oder sexueller Gewalt behandelt wurden, an das Allgemeinkrankenhaus  Angau Memorial in Lae. Die Mitarbeiter setzten nur die technische Unterstützung fort. Im Krankenhaus in Tari, im südlichen Hochland, führte Ärzte ohne Grenzen 2013 insgesamt 830 größere chirurgische Eingriffe durch und betreute weiterhin ein Familienunterstützungszentrum, in dem die Teams 1.231 Sprechstunden gaben. Im März begann Ärzte ohne Grenzen das regionale Behandlungs- und Trainingsprojekt in Port Moresby, das Fortbildungen für lokale Mitarbeiter anbietet, damit sie die integrative Versorgung in Lae leisten können. Fünf wichtige Dienste werden dort bei einem Krankenhausbesuch abgedeckt: medizinische Notversorgung für Verletzungen, psychologische Erste Hilfe, Abgabe vorbeugender Medikamente für HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten, Empfängnisverhütung in Notfällen und Impfungen zur Vermeidung von Hepatitis B und Tetanus. Ziel des Projektes ist es, landesweit mehr Menschen nach häuslicher und sexueller Gewalt in Gesundheitszentren und Familienunterstützungszentren medizinisch zu versorgen.
  • Im Bezirk Buin hat sich der Zugang zur Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren beträchtlich verbessert. Ärzte ohne Grenzen plant die Schließung des Projektes, da die medizinische Versorgung stärker durch die Gesundheitseinrichtungen der Provinz und durch die australische Agentur für internationale Entwicklung (AusAID) unterstützt wird. Die Mitarbeiter führten 2013 insgesamt 3.894 vorgeburtliche Konsultationen sowie 979 Familienplanungsgespräche durch und halfen bei 870 Geburten im Gesundheitszentrum in Buin.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1992 in Papua-Neuguinea.

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