Unsere Hilfe in Mauretanien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2014 die Hilfe in Mauretanien auf die Versorgung von malischen Flüchtlingen: Mehr als 51.000 Malier leben im mauretanischen Flüchtlingslager Mbera. Sie sind beinahe vollständig abhängig von internationaler Hilfe. Viele von ihnen haben weder ausreichend Nahrung noch Unterkünfte.

Unsere Hilfe in Mauretanien im Einzelnen (Auszug):

  • Die politische Krise von 2013 und die Sicherheitsprobleme in Mali haben viele Menschen gezwungen, über die Grenze nach Mauretanien zu fliehen. Trotz des  Friedensprozesses, der 2014 begann, bleibt der Norden Malis so unsicher, dass es in dieser Region kaum staatliche Angebote zur Versorgung der Bevölkerung gibt. Bewaffnete Gruppen haben sich zersplittert, und gewalttätige Angriffe sowie Banditentum hielten die Flüchtlinge davon ab, nach Hause zurückzukehren.
  • Im Rahmen der Hilfe für Mauretanien leistete Ärzte ohne Grenzen Basismedizin und Nothilfe. Die Teams boten gynäkologische Versorgung und Geburtsnothilfe für die Flüchtlinge im Camp Mbera sowie für die ansässige Bevölkerung im nahegelegenen Bassikounou und Fassala an. Sie unterstützten die öffentlichen Kliniken und Krankenhäuser und trugen so dazu bei, dass die Menschen in diesem wirtschaftlich marginalisierten Gebiet erstmals kostenlos medizinische Hilfe erhielten. Im Jahr 2014 gehörten Kaiserschnitte sowie viszerale und orthopädische Eingriffe zu den meisten überlebensnotwendigen Operationen.
  • Während der Hilfe in Mauretanien führten die Teams 2014 insgesamt 158.694 medizinische Konsultationen durch, von denen 23 Prozent auf Kinder unter fünf Jahren entfielen.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1994 Hilfe in Mauretanien an.

 

Teilen

Vervielfältigen