Unsere Hilfe in Libyen

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Frühjahr 2014 brachen erneut Kämpfe in Libyen aus, die Tausende Menschen vertrieben. Chaos und Unsicherheit erschwerten im Verlauf des Jahres die Erkundungen von Ärzte ohne Grenzen im Land und die Hilfe.

Unsere Hilfe in Libyen im Einzelnen (Auszug):

  • Bereits 2013 hatte Ärzte ohne Grenzen im Rahmen der Hilfe für Libyen ein Gesundheitszentrum in Tripolis eröffnet, um medizinische und psychologische Hilfe für diejenigen zu leisten, die unter den vorangegangenen Konflikten litten.  Im Juli 2014 wurde das Team von Ärzte ohne Grenzen in Tripolis zeitweilig evakuiert, da die Lage in der Stadt brisant war. Im Oktober kehrte es zurück, doch aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage konnten die Mitarbeiter das Projekt nicht fortsetzen. Es wurde daher im Dezember 2014 geschlossen.
  •  Noch zum Jahresende 2014 waren Unruhen und Gewalt weit verbreitet. Viele Gesundheitsarbeiter flohen, und den medizinischen Einrichtungen mangelte es an Medikamenten und medizinischem Material. Die Unsicherheit verhinderte den Zugang  zu vielen Gebieten, vor allem im Osten des Landes, wo es zu vielen Opfern kam. In folgenden Städten leistete Ärzte ohne Grenzen Hilfe in Libyen: Tripolis, Zawiyah, Yefren, Zuwara und Jaddu. Die Teams verteilten Medikamente und medizinisches Material, zu denen auch Kits für die Behandlung von Kriegsverletzten gehörten.
  • Die Krise in Libyen führte dazu, dass Tausende Menschen nach Europa strömten. 90 Prozent der dort ankommenden Flüchtlinge starten die Reise von der libyschen Küste aus. Menschen, die temporär in Libyen arbeiten oder die Küste als Sprungbrett nach Europa nutzen, sind besonders anfällig für die Instabilität im Land. Ärzte ohne Grenzen spendete daher im Rahmen der Hilfe für Libyen Hygieneartikel in Zuware und in anderen Orten entlang der nördlichen Küste. Von dort aus setzen die meisten in Booten nach Europa über. Ärzte ohne Grenzen übergab die Hilfsmittel wie Chlor, Masken und Schutzhandschuhe an die Krisenkomitees, die sich um die angeschwemmten Leichen entlang der Küste kümmern.
  • Zudem unterstützen wir Menschen auf der Flucht nach Europa auch in Bulgarien, Italien, Griechenland und Serbien.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2011 Hilfe in Libyen an.

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