Unsere Hilfe in Lesotho

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2014 die medizinische Hilfe in Lesotho auf die Versorgung von Schwangeren und Müttern, da sie nur eingeschränkt Zugang zur Gesundheitsversorgung haben.

Die Hilfe in Lesotho im Einzelnen (Auszug):

  • Das gebirgige Land hat nur wenige Straßen, und viele Menschen in den entlegenen ländlichen Gemeinden können sich die Transportkosten zu den Gesundheitszentren nicht leisten. Außerdem gibt es zu wenig ausgebildetes Gesundheitspersonal im Land. Folglich entbinden mehr als 50 Prozent der Frauen ihre Babys zu Hause.Eine weitere medizinische Herausforderung liegt in der Häufigkeit von HIV in Lesotho. Die Schwangeren-Infektionsrate liegt bei 27 Prozent. HIV und Tuberkulose (TB) tragen erheblich zu den hohen Sterblichkeitsraten bei Müttern bei. Im Rahmen der Hilfe in Lesotho konzentrierte sich Ärzte ohne Grenzen 2014 auf den verbesserten Zugang von Müttern zur Gesundheitsversorgung, auf Familienplanung sowie auf die Behandlung von Menschen mit HIV.
  • Im St. Josef-Bezirkskrankenhaus in Roma, in sechs Kliniken im Tiefland und in drei Gesundheitszentren in der entlegenen Kleinstadt Semonkong  unterstützten die Mitarbeiter Familienplanungsangebote, vor- und nachgeburtlichen Konsultationen und die Notaufnahme. Jeden Monat wurden durchschnittlich 133 Babys im St. Josef-Krankenhaus entbunden, und mehr als 230 Frauen wurden im nahegelegenen Mütterhaus untergebracht. Dort können Schwangere, die weit entfernt von einer Klinik leben, bis zur Geburt wohnen. Ärzte ohne Grenzen stellte auch einen Rettungswagen zur Verfügung, um Notfall-Patienten ins Krankenhaus zu bringen.
  • Unsere Hilfe in Lesotho umfasste auch Training und Mentoring von lokalen Mitarbeitern in diesen Gesundheitseinrichtungen, damit sie eine integrierte Versorgung für Patienten anbieten können, die mit HIV und TB koinfiziert sind. Lokale Berater und Gemeindegesundheitshelfer initiierten die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten (ARV) und begleiteten die Patienten während der Therapie. 2014 begannen mehr als 1.500 Patienten ihre ARV-Behandlung. Die Viruslast-Überprüfung – eine wichtige Labormaßnahme, die die Anzahl der HI-Viren im Blut misst und den Erfolg oder das Scheitern der Therapie anzeigt – wurde ausgeweitet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 2006 Hilfe in Lesotho an.

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