Unsere Hilfe in Jordanien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen setzte ein rekonstruktives Chirurgie-Programm für Konfliktopfer in Jordanien fort und begann ein Projekt für Kriegsverletzte aus Syrien. Zudem weitete die Orgaisation die Aktivitäten aus, um syrischen Flüchtlingen zu helfen und so den Druck auf die jordanische Bevölkerung zu senken.

Unsere Hilfe in Jordanien im Einzelnen (Auszug):

  • In Amman betreut Ärzte ohne Grenzen ein rekonstruktives Chirurgie-Programm für Patienten, die unter schweren Verletzungen leiden und eine integrierte fachmedizinische Versorgung benötigen, zu der sie anderswo kaum Zugang haben. Oft werden die Verletzten zunächst in anderen Krankenhäusern behandelt. Ein Ärzte-Netzwerk überweist sie dann an das rekonstruktive Chirurgie-Krankenhaus, das  gesichts- und kiefer- sowie orthopädische und plastische rekonstruktive chirurgische Eingriffe anbietet. Gleichzeitig erhalten die Patienten wichtige ergänzende Behandlungen, wie Physiotherapie und psychologische Unterstützung. Die Patienten werden nach Amman transportiert und in einem Rehabilitationszentrum von  Ärzte ohne Grenzen untergebracht. 2013 führten die Chirurgen 1.370 Operationen an Patienten aus Syrien, Irak, Jemen und Gaza durch. Darüber hinaus hielten die Teams rund 300 medizinische und chirurgische Konsultationen monatlich für syrische Flüchtlinge in einer speziellen Klinik auf dem Krankenhausgelände ab. Dort fanden auch physiotherapeutische Behandlungen statt, und Patienten wurden zu Spezialisten überwiesen. Im August eröffnete Ärzte ohne Grenzen ein Nothilfeprojekt im öffentlichen Krankenhaus in Al Ramtha, das weniger als fünf Kilometer entfernt von der Grenze zum syrischen Regierungsbezirk Dara liegt, einem Gebiet, in dem es zu schwersten Kämpfen gekommen ist. Schwerverwundete Patienten, die über die Grenze gelangten, wurden zum Al Ramtha-Krankenhaus gebracht. Es waren Opfer von Bomben- und Granatenangriffen, die inmitten der Gewalt nur einen beschränkten Zugang zu medizinischer Hilfe hatten. Seit der Eröffnung des Projektes nahm das Team 181 Patienten auf und führte 336 größere chirurgische Eingriffe durch. Die Einrichtung bietet auch Einzel- und Gruppentherapie sowie physiotherapeutische Behandlungen an.
  • Irbid hat eine der höchsten Konzentrationen von syrischen Flüchtlingen außerhalb der Lager. Ende 2013 gab es mehr als 120.000 Syrer im Regierungsbezirk. Ärzte ohne Grenzen untersuchte im Mai und Juni den Gesundheitszustand der Flüchtlinge und kam zu dem Ergebnis, dass Mütter und Kinder nicht angemessen versorgt wurden. Im Oktober eröffnete ein Team daher ein Programm, das Konsultationen sowie stationäre Versorgung für Flüchtlinge und für die lokale Bevölkerung anbot.
  • Im Zaatari-Flüchtlingslager gab es 2013 einen kinderärztlichen Engpass. Ärzte ohne Grenzen betreute daher von März bis November eine Klinik für Kinder im Alter von ein bis zehn Jahren, die rund um die Uhr geöffnet war. Das Projekt wurde geschlossen, als andere Gesundheitsanbieter den Engpass füllen konnten. Im Verlauf des Projekts behandelten die Mitarbeiter mehr als 17.500 Patienten.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 2006 in Jordanien.

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