Italien

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Bei ihrer Ankunft in Italien stehen Migranten und Asylbewerber vor zahlreichen gesundheitlichen Herausforderungen in den Aufnahmezentren und Auffanglagern.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug)

  • Folteropfer, Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Personen mit psychischen Problemen sind bei ihrer Ankunft in Italien besonders gefährdet. Trotzdem sind die Hilfsangebote unzureichend. Überfüllte Aufnahmezentren und schlechte Lebensbedingungen in den Einrichtungen für Migranten erhöhen die Gesundheitsrisiken. Die Teams von Ärzte ohne Grenzen leisteten 2013 medizinische und psychologische Hilfe für Migranten und Asylbewerber in den Aufnahmezentren in Sizilien und Kalabrien. Sie boten zudem Basisgesundheitsversorgung für Migranten ohne Papiere in der sizilianischen Provinz Ragusa an. In Pozallo unterstützte Ärzte ohne Grenzen die lokalen Behörden dabei, die Migranten bei ihrer Ankunft medizinisch zu untersuchen. Im Dezember 2013 forderten die Teams die temporäre Schließung des Aufnahmezentrums in Lampedusa, um mit einer Renovierung minimale Aufnahmestandards sicherzustellen und Respekt für die menschliche Würde zu garantieren. Die Behörden schlossen das Zentrum und renovierten es.
  • Ärzte ohne Grenzen setzte ein Pilotprojekt zur frühen Diagnose und Behandlung von Tuberkulose bei Migranten in Aufnahmezentren und Auffanglagern fort.
  • Die Teams kooperierten zudem mit Mitarbeitern des Gesundheits- und Außenministeriums sowie mit privaten Unternehmen in Mailand, Trapani, Caltanissetta und Rom, um die dortigen Aufnahmezentren und Auffanglager zu betreiben. In der Lombardei arbeitete Ärzte ohne Grenzen mit der Nichtregierungsorganisation OIKOS zusammen, um in den lateinamerikanischen Migranten-Gemeinden die Diagnose und Behandlung der Chagas-Krankheit sicherzustellen, die in ihren Herkunftsländern häufig vorkommt.
  • Ein  weiteres Team beendete eine dreimonatige Untersuchung über die Gesundheitsprobleme von obdachlosen Patienten, die aus Krankenhäusern in Mailand, Rom und Palermo entlassen wurden. Ärzte ohne Grenzen wird 2014 ein neues Projekt in Mailand starten.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1999 in Italien.

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