Unsere Hilfe in Iran

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Drogengebraucher, Sexarbeiter und verarmte Flüchtlinge aus Afghanistan gehören zu den verwundbaren Bevölkerungsgruppen, die es schwer haben, in Iran medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aus diesem Grund fokussierte Ärzte ohne Grenzen 2014 die medizinische Hilfe in Iran auf diese Gruppen.

Unsere Hilfe in Iran im Einzelnen (Auszug):

  • Trotz Verbesserungen im Gesundheitssystem und einer größeren Anerkennung von Sucht- und stigmatisierten Krankheiten wie HIV gibt es weiterhin Engpässe in der Gesundheitsversorgung. Im Rahmen der Hilfe für Iran leistet ein Team von Ärzte ohne Grenzen daher weiterhin medizinische und psychologische Hilfe. Hinzu kommen Beratung auf freiwilliger Basis, soziale Unterstützung und Tests für HIV und Hepatitis. Darüber hinaus arbeitet Ärzte ohne Grenzen mit Gesundheitshelfern und Peer-Unterstützern, um diejenigen zu erreichen, die dringend Hilfe benötigen. Diese Aktivitäten laufen im Stadtviertel Darvazeh Ghar, im südlichen Teil Teherans.
  • Das Gesundheitszentrum, das  2012 eröffnet wurde, bietet Hilfe für Drogensüchtige und für solche Personen an, die von regulären medizinischen Diensten ausgeschlossen sind, vor allem Frauen, einschließlich Sexarbeiterinnen, und Kinder unter 15 Jahren. Die Teams gaben 4.138 ambulante Sprechstunden, führten 2.588 geburtshilfliche und gynäkologische Untersuchungen durch und 1.759 psychologische Konsultationen. Ärzte ohne Grenzen bietet diese Hilfe in Iran insbesondere für die gefährdetsten  Bevölkerungsgruppen an, die unter sexuell übertragbaren Krankheiten und Infektionserkrankungen wie HIV, Hepatitis C und Tuberkulose leiden. Zu den Patienten gehören Drogengebraucher, einschließlich Kinder, und ihre Familienangehörigen, Sexarbeiter und arbeitende Kinder.
  • Ärzte ohne Grenzen plant, im Jahr 2015 die Hilfe auszubauen und künftig ein spezielles Projekt zu entwickeln, um Hepatitis C und HIV zu behandeln sowie die Ansteckungsrisiken zu verringern. Zudem hofft die Organisation, mit männlichen Drogengebrauchern arbeiten zu können.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in Iran an.

Teilen

Vervielfältigen