Unsere Hilfe in Guinea-Bissau

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2014 die Hilfe in Guinea-Bissau auf die ländliche Region, da es  hier einen Engpass in hochwertiger medizinischer Versorgung gibt.

Unsere Hilfe für Guinea-Bissau im Einzelnen (Auszug):

  • Es existiert zwar in Guinea-Bissau ein rudimentäres Gesundheitssystem, doch es funktioniert aufgrund mangelnder Ressourcen nur schlecht. Zudem fehlt es an einem Überweisungssystem, und der Zugang dazu ist nicht für alle Bewohner gleich. Ärzte ohne Grenzen fokussiert die Hilfe in Guinea-Bissau auf die im Zentrum gelegene Region Bafatá, in der die öffentliche Gesundheitsversorgung nur eingeschränkt verfügbar ist. Die Bevölkerung lebt weit verstreut, und die Entfernungen zu den nächst gelegenen medizinischen Einrichtungen sind beträchtlich. Die Sterblichkeitsraten sind daher sehr hoch, und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 48 Jahren. Besonders besorgniserregend sind die Kinder- und Müttersterblichkeit.
  • Im November 2014 startete Ärzte ohne Grenzen daher im Rahmen der Hilfe in Guinea-Bissau ein erstes Projekt in Bafatá, um auf die hohe Krankheits- und Sterblichkeitsrate bei kleinen Kindern zu reagieren. Die Teams bieten seitdem kostenlose pädiatrische Hilfe  in den Gesundheitszentren im ländlichen Gebiet in Tantan Cossé und Contuboel an. Ärzte ohne Grenzen  leistet zudem basis- und fachmedizinische Hilfe für Kinder in der ambulanten Abteilung und auf der pädiatrischen Station des Regionalkrankenhauses.
  • Künftig ist geplant, eine dezentralisierte gemeindebasierte Gesundheitsversorgung für kleine Kinder anzubieten. Dabei sollen Gemeindegesundheitshelfer integriert werden, um die bestehenden Zugangshürden zur medizinischen Versorgung zu überwinden und einfachere diagnostische Verfahren für Kinder mit Fieber einzurichten.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1998 Hilfe in Guinea-Bissau an.

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