Unsere Hilfe in Griechenland

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete humanitäre Hilfe in Griechenland: Flüchtlinge hatten dort nur einen eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Tausende Menschen auf der Flucht kamen 2014 in Griechenland an - viele von ihnen waren auf dem Weg in den Norden Europas. 

Unsere Hilfe in Griechenland für Flüchtlinge im Einzelnen (Auszug):

  • Migranten und Asylsuchende wurden 2014 in Auffanglagern mit beschränktem Zugang zu medizinischer Hilfe und sonstiger Versorgung festgehalten. Die Lebensbedingungen in diesen Zentren waren extrem schlecht in Griechenland: Flüchtlinge wurden in überfüllten Lagern mit schlechten hygienischen Bedingungen untergebracht. Es gab kaum Heizmöglichkeiten, kein heißes Wasser und nur eine schlechte Luftzirkulation, was den Ausbruch und die Verbreitung von Atemwegs- und Magen-Darm-Infektionen sowie Hauterkrankungen begünstigte. Im April 2014 veröffentlichte Ärzte ohne Grenzen den Bericht „Invisible Suffering“, der die massiven Folgen der Internierung für die körperliche und seelische Gesundheit der Migranten und Flüchtlinge in Griechenland dokumentiert. So konnten viele Inhaftierte kaum oder nie ins Freie. Der Bericht hebt auch die Engpässe in der medizinischen Versorgung sowie den Mangel an medizinischen Erkundungen in diesen Lagern hervor und beschreibt die schädlichen Auswirkungen einer langen Inhaftierung auf die Gesundheit der Migranten und Asylsuchenden, da sie dringend benötigte Hilfe nicht erhielten oder ihre medikamentöse Behandlung unterbrechen mussten.
  • In der Region Evros arbeiteten die Teams von Ärzte ohne Grenzen in den Auffanglagern in Komotini und Filakio sowie in den Polizeistationen in Feres und Soufli, wo sie medizinische und psychologische Hilfe anboten. Fast 600 Pakete mit Hilfsgütern wurden verteilt, um ein Minimum an Hygiene, Gesundheit und Würde zu garantieren. Im März 2014 wurden diese Aktivitäten an EKEPI übergeben.
  • 2014 kamen mehr als 42.000 Menschen – 80 Prozent von ihnen aus Syrien – über das ägäische Meer von der Türkei nach Griechenland. Flüchtlinge ließen sich vor allem auf der Inselgruppe Dodekanes nieder. Viele mussten draußen schlafen oder in überfüllten Zellen der Polizeistationen, bevor sie auf das Festland gebracht wurden, da es nicht genügend angemessene Unterkünfte gab. Zum Jahresende startete Ärzte ohne Grenzen zwei Nothilfeaktionen: Die Teams boten Behandlung an und verteilten mehr als 2.000 Hilfspakete mit Schlafsäcken und Hygieneartikeln wie Seife.
  • Im September 2014 eröffnete Ärzte ohne Grenzen in Kooperation mit zwei griechischen Organisationen in Athen ein neues Projekt. Die Mitarbeiter boten u. a. Physiotherapie für Asylsuchende und Migranten an, die Folteropfer geworden waren.
  • Weitere Informationen zu Flüchtlingen und Migranten, die in Europa Hilfe suchen, finden Sie auf unseren Einsatzländerseiten zu BulgarienItalien und Serbien.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1991 Hilfe in Griechenland an.

Aktuelle Informationen zu unserer Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland finden Sie hier.

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