Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Im Jahr 2014 nahm Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in der Elfenbeinküste wieder auf: Die Teams unterstützten die Geburtshilfe im Krankenhaus von Katiola, um Hilfe bei komplizierten Entbindungen und vorgeburtlichen sowie neonatalen Notfällen zu leisten.

Unsere Hilfe in der Elfenbeinküste im Einzelnen (Auszug):

  • Da die Müttersterblichkeit seit 2005 zugenommen hat, erhob das Gesundheitsministerium die Versorgung von Müttern sowie die vor- und nachgeburtlichen Beratungen zur Priorität. Frauen gebären ihre Kinder  üblicherweise zu Hause mithilfe traditioneller Geburtshelferinnen. Wenn es zu Komplikationen bei der Geburt kommt, steht meist keine effektive Geburtsnothilfe zur Verfügung.
  • Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium nahm Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in der Elfenbeinküste 2014 erneut auf: Die Teams eröffneten im Krankenhaus in Katiola ein Mutter-Kind-Programm. Die Einrichtung mit 90 Betten dient als einziges Referenzhospital für die gesamte Region. Vor der Kooperation war dort die Kapazität für Geburtsnothilfe und neonatale Versorgung sehr beschränkt. Nur Frauen, die sich den Transport mit einem Rettungswagen leisten konnten, wurden zur medizinischen Versorgung in das größere Krankenhaus nach Bouaké gebracht.
  • Ärzte ohne Grenzen renovierte in Katiola die Mütterstation und zwei Operationssäle, sorgte für die Wasser- und Abwasserversorgung im Krankenhaus und organisierte eine Fortbildung für Hebammen. In der Folge übernahm Ärzte ohne Grenzen die Geburtsnothilfe und die komplizierten Entbindungen.  Von Juli bis Dezember 2014 halfen die Teams bei mehr als 1.000 Geburten, von denen mehr als 100 Kaiserschnitte waren.
  • Im Rahmen der Hilfe in der Elfenbeinküste wurde Ärzte ohne Grenzen auch während der Ebola-Epidemie aktiv. Der Ausbruch führte dazu, dass die Grenzen zu Liberia und Guinea im August geschlossen wurden. 2014 wurden zwar keine Ebola-Fälle gemeldet, doch ein Team von Ärzte ohne Grenzen besuchte die Grenze zu Liberia, um die Behörden, das lokale Personal und die Bevölkerung über die Krankheit aufzuklären. Das Team kooperierte zudem mit den Gesundheitsbehörden, um für den Notfall in der Hauptstadt Abidjan im Yopougon-Krankenhaus ein Ebola-Zentrum zu errichten. Die Hilfe in der Elfenbeinküste umfasste auch Fortbildungen für ivorisches Gesundheitspersonal und für schnelle Erkundungsteams.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1990 Hilfe in der Elfenbeinküste  an.

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