Elfenbeinküste

Die Aktivitäten von Ärzte ohne Grenzen im Überblick

Ärzte ohne Grenzen beendete 2013 das letzte Nothilfeprogramm, das während der Krise nach den Präsidentschaftswahlen (2010-2011) begonnen hatte, um den medizinischen Bedarf zu decken.

Die Aktivitäten im Einzelnen (Auszug):

  • Die Sicherheitslage hat sich landesweit stabilisiert, und 2013 wurde zum „Gesundheitsjahr“ ausgerufen. Obwohl mehr Geld in das Gesundheitssystem floss, gab es weiterhin Engpässe. Das liegt vor allem an einem Mangel an qualifiziertem Personal und an überholten Behandlungstechniken.
  • Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen beendeten nach und nach die Aktivitäten, die ursprünglich den Menschen galten, die durch den bewaffneten Konflikt 2011 vertrieben worden waren. Sie setzten nur die Programme in Taï fort, einem Ort nahe der Grenze zu Liberia. Dort unterstützten sie bis März 2013 das Personal des Gesundheitsministeriums in einem 20-Betten-Krankenhaus, in dem ambulante und kinderärztliche Versorgung sowie Geburtshilfe angeboten wurde. Insgesamt wurden 27.338 Konsultationen durchgeführt.
  • Die Teams, die während der Krise in Duékoué und in Abobo gearbeitet hatten, stellten einen Bedarf an lebensrettender Geburtshilfe fest. Frauen entbinden ihre Babys im Allgemeinen zuhause mit der Unterstützung von traditionellen Geburtshelfern und ohne effektive Geburtsnothilfe, falls es zu Komplikationen kommt. Dies führt zu unnötigem Leid und zum Tod von Müttern und Kindern. Ärzte ohne Grenzen plant daher, in Kooperation mit den Gesundheitsbehörden der Region Hambol im Jahr 2014 ein Mutter-Kind-Programm zu eröffnen. Das Angebot umfasst die Versorgung von komplizierten Geburten sowie vorgeburtlichen und neonatalen Notfällen im Krankenhaus in Katiola.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1990 in der Elfenbeinküste.

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