Unsere Hilfe in Kolumbien

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte 2014 die Hilfe in Kolumbien auf ländliche Regionen, in denen es Konflikte gab. Diese behinderten den Zugang der Bevölkerung zu medizinischer Hilfe.

Die Hilfe in Kolumbien im Einzelnen (Auszug):

  • Bis vor Kurzem war der bewaffnete Konflikt auf ländliche Gebiete beschränkt. Allerdings haben sich mittlerweile neue bewaffnete Gruppen in städtischen Zentren und ihrer Umgebung etabliert. Die daraus resultierende Unsicherheit vergrößert die Zugangsprobleme zur Gesundheitsversorgung.
  • Ärzte ohne Grenzen setzte die Hilfe in Kolumbien in den Provinzen Cauca, Nariño und Caquetá vor. Dort haben Armut, soziale Ausgrenzung und Gewalt zu einem hohen Aufkommen an vermeidbaren Krankheiten und seelischen Problemen geführt. Da die Gesundheitsbehörden hier keine medizinischen Angebote zur Verfügung stellten, bot Ärzte ohne Grenzen mobile Kliniken an und leistete basismedizinische und psychologische Hilfe sowie sexuelle und reproduktive Gesundheitsversorgung. Außerdem führten die Teams Impfungen durch und überwiesen Patienten in Notfällen an Krankenhäuser. Ein ähnliches Programm fand auch in der Provinz Cauca Pacífico statt. In Cauca Cordillera lief zudem ein psychologisches Projekt für Opfer von Gewalt, einschließlich sexueller Gewalt.
  • Unsere Hilfe in Kolumbien integriert die psychologische Beratung in die Basisgesundheitsversorgung. Davon profitieren Konfliktopfer, Betroffene von sexueller Gewalt und Menschen mit psychiatrischen Krankheiten. Ärzte ohne Grenzen setzte sich 2014 bei der Regierung weiterhin dafür ein, dass sexuelle Gewalt als medizinische Nothilfe angesehen wird, damit die Opfer die umfassende Hilfe erhalten, die sie benötigen. Das Team eröffnete zudem in Tumaco (Provinz Nariño) und in Buenaventura ein neues Programm, dass Gewaltopfern psychologische Hilfe und Betroffenen sexueller Gewalt umfassende medizinische und psychologische Versorgung anbot.
  • Die Hilfe in Kolumbien, die sich auf die Versorgung von Patienten mit Tuberkulose (TB) konzentrierte, wurde zum Jahresende eingestellt. Seit der Eröffnung des Projektes in der Hafenstadt Buenaventura im Jahr 2010 behandelte Ärzte ohne Grenzen 147 Patienten mit herkömmlicher TB und resistenter TB. Die Mitarbeiter unterstützten zudem die nationale TB-Strategie. Einige Aspekte dieses Projekts wurden an das städtische Programm für TB-Kontrolle und die staatliche Sozialbehörde übergeben.
  • Die Programme in Caquetá wurden zum Jahresende 2014 beendet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Kolumbien an.

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