Unsere Hilfe in China

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen beendete 2014 die Hilfe in China.

Unsere Hilfe in China im Einzelnen (Auszug):

  • Obwohl das Vorkommen von HIV/Aids in China niedrig ist, haben die Menschen, die mit der Krankheit leben, keinen ausreichenden Zugang zu notwendiger Hilfe. Außerdem sind sie Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt. Im Dezember 2003 startete die Regierung die Initiative "Four Frees and One Care", die HIV-Beratung und -Tests umfasst sowie antiretrovirale Behandlung, Prävention der Übertragung von der Mutter auf das Kind und Einschulung für durch Aids verwaiste Kinder anbietet. Obwohl all diese Maßnahmen kostenlos sind, haben viele Erkrankte nicht von der Hilfe profitiert.
  • Die chinesische Nichtregierungsorganisation "Aids Care China (ACC)" entwickelte im Rahmen der Hilfe in China eine qualitativ hochwertige Versorgung und Behandlung durch private Kliniken. Sie hoffte, dadurch einerseits nachweisen zu können, wie sich diese Hilfe auf die Gesundheit der Menschen auswirkt und andererseits Reformen beeinflussen zu können, damit die Versorgung mehr Menschen zuteil wird.
  • Auf Anfrage von ACC begann Ärzte ohne Grenzen im Oktober 2011, eine Klinik in Jiegao zu unterstützen, die an der Grenze zu Myanmar in der chinesischen Provinz Yunnan liegt. Dort leben viele chinesische und burmesische intravenöse Drogengebraucher, die an HIV oder HIV-Tuberkulose bzw. einer HIV-Hepatitis-C-Koinfektion erkrankt sind.
  • Ab September 2013 weitete Ärzte ohne Grenzen die Hilfe in China aus: Ein Team unterstützte ACC  mit technischer Hilfe, um das klinische Management der HIV/Aids-Patienten zu verbessern. Es sollte nachgewiesen werden, dass ein neues umfassendes Versorgungsmodell, inklusive Patienten-Beratung, zu besseren Behandlungsergebnissen führt. Ärzte ohne Grenzen unterstützte ACC auch darin, die eigene medizinische Expertise in Sachen HIV-/Aids-Management zu verstärken. Diese Kooperation wurde im April 2014 aus diversen Gründen beendet, die unter anderem darin begründet liegen, dass ACC seine Ziele veränderte und das Gesundheitsministerium mit der Behandlung von HIV-Patienten begann, die unter Hepatitis C leiden. Ärzte ohne Grenzen beendete daraufhin die Hilfe in China.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1989 Hilfe in China  an.

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