Unsere Hilfe in Kambodscha

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen konzentrierte  2014 die Hilfe in Kambodscha auf die Behandlung von Malaria und Tuberkulose (TB), den beiden größten Gesundheitsproblemen im Land.

Unsere Hilfe in Kambodscha im Einzelnen (Auszug):

  • Medikamente auf der Basis von Artemisinin sind derzeit die wirksamsten Arzneimittel gegen Malaria. Gemeinsam mit anderen Maßnahmen, wie dem Gebrauch von Moskitonetzen, haben sie das Leiden und Sterben verringert, das durch die Tropenkrankheit verursacht wird. Allerdings gibt es einige Gebiete, in denen Resistenzen gegen artemisininbasierte Medikamente aufgetaucht sind. Das führt wahrscheinlich zu Erregern, die schwerer zu behandeln und auszumerzen sind. Diese Gebiete, in denen das Resistenzrisiko hoch ist, liegen in den schlecht entwickelten und abgelegenen Grenzregionen, in denen es zu hohen Bevölkerungsbewegungen kommt und es an Gesundheitsversorgung mangelt. Zur Hilfe in Kambodscha gehörte daher im September und Oktober 2014, dass Ärzte ohne Grenzen eine Basisstudie mit Erkrankten in 23 Dörfern des Bezirks Chey Saen, Provinz Preah Vihear, durchführte. Alle Personen litten unter resistenter Malaria. Im Jahr 2015 wird Ärzte ohne Grenzen ein Projekt mit einem speziellen Behandlungsprotokoll entwickeln, das diese Form der Malaria beseitigen wird. Daher starteten die Teams bereits 2014 damit, an resistenter Malaria erkrankte Personen aktiv aufzuspüren und Gesundheitsaufklärung in den Gemeinden durchzuführen.
  • Kambodscha gehört zu den Ländern weltweit mit dem höchsten Tuberkulose-Vorkommen. Ärzte ohne Grenzen fokussierte die Hilfe in Kambodscha daher auf diese Krankheit und bietet weiterhin in Kampong Cham, der bevölkerungsreichsten Provinz, ein umfassendes TB-Versorgungsprojekt an. Die Priorität liegt auf dem frühen und aktiven Aufspüren von Hochrisikogruppen und darauf, dass diese Personengruppen sich auf TB testen lassen. Im März 2014 schloss Ärzte ohne Grenzen die erste Phase des aktiven Aufspürens im Bezirk Tboung Khmum ab. Alle Personen, die älter als 55 Jahre waren – eine Hochrisikogruppe – wurden untersucht. 138 von 4.903 untersuchten Personen wurden positiv auf TB getestet. Eine weitere aktive Phase zum Aufspüren von Erkrankten startete im Oktober 2014.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1979 Hilfe in Kambodscha an.

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