Unsere Hilfe in Kambodscha

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Die Tuberkulose-Raten in Kambodscha gehören zu den höchsten weltweit: Mehr als 0,8 Prozent der Bevölkerung sind infiziert, und mehr als 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu.

Unsere Hilfe in Kambodscha im Einzelnen (Auszug):

  • Weniger als 20 Prozent der Menschen, die in Kambodscha mit Tuberkulose (TB) infiziert sind, werden jährlich diagnostiziert. Die Sterblichkeitsraten sind folglich sehr hoch. Es ist daher wichtig, neue Methoden zu finden, um die Kranken besser und schneller aufzuspüren. Im Jahr 2013 war die TB-Abteilung des Provinzkrankenhauses in Kampong Cham voll einsatzbereit: Möglich waren das Aufspüren, die Diagnose und umfassende Versorgung von TB-Patienten und solchen, die möglicherweise erkrankt waren – sei es mit herkömmlicher TB, komplizierter oder resistenter Tuberkulose. Menschen aus der ganzen Provinz kamen zum Krankenhaus, um sich dort testen zu lassen. Ärzte ohne Grenzen unterstützte auch die Diagnose und die Nachsorge der TB-Patienten im Bezirk Choeung Prey. Im Bezirk Tboung Khmum beabsichtigt Ärzte ohne Grenzen, alle Bewohner zu untersuchen, die älter als 55 Jahre sind.
  • In den Provinzen Phnom Penh und Kandal kooperierte Ärzte ohne Grenzen mit der lokalen Organisation „Kambodschanisches Gesundheitskomitee“ sowie dem Nationalen Programm CENAT, um 20 Patienten mit resistenter Tuberkulose zu behandeln und ihnen die Nachsorge bis zum Ende der Therapie zu ermöglichen. Dank dieser Zusammenarbeit überwachte Ärzte ohne Grenzen 2013 fast die Hälfte der Patienten in Kambodscha, die auf resistente Tuberkulose diagnostiziert sind.
  • Ärzte ohne Grenzen führte 2013 eine Basisstudie durch: Sie zielte darauf, den Prozentsatz der Bevölkerung festzustellen, bei denen im Blut der Malaria-Erreger „Plasmodium falciparum“ und insbesondere eine Resistenz gegenüber Artemisinin nachgewiesen wurde. Im Jahr 2014 soll ein Projekt mit einem besonderen Behandlungsprotokoll starten, um zu zeigen, dass Artemisinin-resistente Malaria verhindert werden kann.
  • Ärzte ohne Grenzen begann im Jahr 2006, aufgrund der hohen HIV-Sterblichkeitsraten in zwei Gefängnissen in Phnom Penh zu arbeiten. Ende Juni 2013 wurden das TB- und HIV-Projekt an zwei nationale Programme und andere lokale Partner übergeben, da die Versorgung sich verbessert hatte und ein langfristiger Behandlungsansatz umgesetzt wurde.

Ärzte ohne Grenzen arbeitete erstmals 1979 in Kambodscha.

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