Unsere Hilfe in Bangladesch

Unsere Aktivitäten im Überblick:

Ärzte ohne Grenzen leistete 2014 dringend benötigte medizinische Hilfe in Bangladesch für gefährdete Bevölkerungsgruppen: Flüchtlinge ohne Papiere, junge Frauen sowie Menschen, die in entlegenen Gebieten und städtischen Armenvierteln leben.

Unsere Hilfe in Bangladesch im Einzelnen (Auszug):

  • Viele Angehörige der Rohingya, die ohne Papiere leben und vor Gewalt und Verfolgung in Myanmar geflohen sind, leben seit Jahrzehnten in Notunterkünften entlang der Grenze in Bangladesch. Sie leiden unter Diskriminierung und dem Ausschluss vom öffentlichen Gesundheitssystem. Im Lager Kutupalong in Cox´s Bazar betreute Ärzte ohne Grenzen eine Klinik, in der die Teams umfangreiche basismedizinische Aktivitäten und akute Hilfe für die Flüchtlinge und die ansässige Bevölkerung anboten. Dazu gehörte auch die Behandlung von Tuberkulose. Zudem konnten Patienten stationär versorgt werden, und die Klinik ermöglichte Laboranalysen. Rund 80.000 ambulante und mehr als 1.200 stationäre Konsultationen wurden 2014 durchgeführt. Zudem gaben die Teams im Rahmen der Hilfe in Bangladesch etwa 3.000 psychologische Sprechstunden und ermöglichten 6.000 Frauen eine erste vorgeburtliche Untersuchung.
  • In Kamrangirchar und Hazaribagh, zwei Bezirken von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, besuchten die Teams von Ärzte ohne Grenzen Fabriken und Gerbereien. Sie führten dort mehr als 4.450 ambulante Untersuchungen durch. Ärzte ohne Grenzen bemühte sich, den Zugang der Arbeiter zur Gesundheitsversorgung zu erweitern, da viele von ihnen oft stundenlang unter riskanten Bedingungen arbeiten.
  • Ärzte ohne Grenzen setzte im Zuge der Hilfe in Bangladesch auch ein Programm zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit für jugendliche Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren fort. Die Teams hielten mehr als 7.700 medizinische Konsultationen ab, halfen bei  460 Geburten und führten rund 1.070 psychologische Sprechstunden durch. Dabei ging es oft um Gewalt zwischen Intimpartnern. Zudem erhielten etwa 670 Opfer sexueller und häuslicher Gewalt medizinische Hilfe sowie psychologische Kurzzeitberatungen. 80 Prozent von ihnen nahmen weiterführende psychologische Hilfe in Anspruch.
  • Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen überwachten im Rahmen der Hilfe in Bangladesch zudem den Impfstatus von Kindern und verabreichten 3.500 Masern- und 3.050 Polio-Impfungen, die vom Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt wurden.
  • Als es im August 2014 in der entlegenen Region Bandabaran, in den Chittagong Hill Tracts, zu einer größeren Malaria-Epidemie kam, unterstützte Ärzte ohne Grenzen die Gesundheitsbehörden. Die Teams fuhren mit Booten und Fahrrädern durch die Wälder, um die Gemeinden zu versorgen, die medizinische Hilfe benötigten. Mehr als 2.280 Patienten wurden bei dem dreimonatigen Einsatz behandelt.
  • In Fulbaria, im Bezirk Mymensingh, setzte Ärzte ohne Grenzen die Forschungsarbeiten fort, um die Krankheit „Post-Kala-Azar Dermal Leishmaniasis“ behandeln zu können. Ende 2015 werden erste Ergebnisse erwartet.

Ärzte ohne Grenzen bot erstmals 1985 Hilfe in Bangladesch an.

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